Singender Brudermeister begeisterte das Publikum.......

Singender Brudermeister begeisterte das Publikum.......

mit Walter Scheel hatte Deutschland einst einen singenden Außenminister. Die Oberenser können sich nun damit rühmen, einen singenden Brudermeister zu haben. Denn Rainer Busemann (Bild rechts ), langjähriger Chef der Johannes-Schützen, der ohnehin schon mit Caroline Schröder in launiger, aufgelockerter Art und Weise am vergangenen Samstagabend in der Oberenser Schützenhalle durch das Programm des Konzertabends der Bilmer Ton- Art (Bild links oben) unter dem Motto „Love is in the air“ geführt hatte, brachte in einer kleinen „Heino-Parodie“ ein wenig abgeändert – das Lied an „seine blonde“ Barbara zu Gehör Und: Dem Publikum gefiel es bestens. Fotos: Mause

Soester-Anzeiger 13.o3.2o15
Soester-Anzeiger 13.o3.2o15

Soester-Anzeiger 16.o3.2o15
Soester-Anzeiger 16.o3.2o15

Keine Entscheidung über die Satzung

 

Dachverband der Schützen will Thema vertagen / Schützenwesen vorerst kein Weltkulturerbe

 

 

Von Matthias Dietz

WERL 

Die Bundesversammlung des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften wird auf ihrer Tagung

Mitte März nicht abschließend über den Antrag der Brudermeister

aus Werl und Ense abstimmen, der eine Liberalisierung der Satzung mit Blick auf

nichtchristliche Mitglieder zum Ziel hat. Mitten in diese Entwicklung

platzte gestern eine bemerkenswerte Nachricht: Danach wird es vorerst nichts

mit dem Wunsch, das Schützenwesen möge Weltkulturerbe werden. Die Unesco-

Kommission habe sich aktuell dagegen ausgesprochen und begründe dies mit der

Haltung des Schützenverbandes im Fall des muslimischen Schützenkönigs aus Werl-Sönnern, heißt es in einer Meldung des Evangelischen Pressedienstes (epd).

Diese Haltung, schreibt die Agentur, werde von der Unesco ausdrücklich gerügt.

Spannende Zeiten also für die Schützen. Die Brudermeister aus dem Großraum

Werl hatten vor einigen Wochen dem Dachverband ihr mehrseitiges Positionspapier zugeleitet. In der Hoffnung und Erwartung, es werde am

15. März auf der Bundesversammlung in Langenfeld diskutiert und zur Abstimmung gestellt.

Das, sagt der Pressesprecher des Bundes, Rolf F. Nieborg, sei gar nicht möglich. Zwar werde der Antrag auf der Versammlung vorgestellt. Direkt über das Papier zu entscheiden,lasse das übliche Prozedere gar nicht zu, so Nieborg.

Vielmehr sei zu erwarten, dass der Antrag nach der Erörterung dem 36-köpfigen

Präsidium des BHDS mit der Bitte um in die Tiefe gehende Beratung zugeleitet werde.

Dieses Gremium könnte dann dem Hauptausschuss des Dachverbandes im November eine erste, inhaltlich konkrete Empfehlung zukommen lassen. Über eine mögliche Satzungsänderung könnte dann die Bundesversammlung

im Frühjahr 2016 entscheiden.

Das wäre ein Zeitplan, den die heimischen Brudermeister durchaus zu akzeptieren bereit scheinen, auch wenn sich die Entscheidung über

die erhoffte Liberalisierung der Satzung dann um 12 Monate

verschieben würde. „Wir wollen diese Zeit nutzen, um unser Papier nach

draußen zu tragen und für die Veränderungen zu werben“,

sagt Rainer Busemann. Der ist Brudermeister in Oberense und beim Thema Satzungsänderung Sprecher der Schützenchefs aus Werl und Ense.

Und Busemann weiß, dass es – vor allem im Paderborner Land – heftige Widerstände gegen die beantragte Satzungsänderung gibt. Dass das Schützenwesen vorerst kein Weltkulturerbe wird, wird ausdrücklich mit

dem Fall des muslimischen Sönneraner Schützenkönigs Mithat Gedik begründet. In einem Schreiben der Deutschen Kommission der UNKulturorganisation

heißt es laut epd, wegen der Reaktionen auf den muslimischen Regenten könne eine „zivilgesellschaftlich zugängliche und offene Traditionspflege“

zum aktuellen Zeitpunkt nicht bestätigt werden. Der  Antrag sei daher zurückgestellt worden. Die Entwicklung wird von bemerkenswerten Kommentaren begleitet. So heißt es in dem Brief des Expertenkomitees Immaterielles Kulturerbe, es habe in Bezug auf Schützenkönige, die „nicht ‘biodeutschen’ Maßstäben entsprechen“, „schroffe und ausgrenzende Reaktionen gegeben“.Zitate, die BHDSSprecher Nieborg als „fast schon rassistisch“ bezeichnet.

 

Soester-Anzeiger 18.o2.2o15

 


Soester-Anzeiger 19.o1.2o15
Soester-Anzeiger 19.o1.2o15